| Mit "Hofnarren-Fragen" über den Golfplatz |
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Eine
neue Form des Führungs-Coachings hält auf den Schweizer Golfplätzen
Einzug. Unerwartete Fragen sollen Strategie und Taktik beim Golf aus
einer anderen Perspektive beleuchten. Die Golfspielenden gewinnen dabei
überraschende Erkenntnisse für die Erweiterung ihrer
Führungskompetenzen, so verspricht es die „Höffnärrin“ Romi Staub.
Hier ein Beispiel eines realen Coachings: Zielsetzung und Strategie „Was möchten Sie auf dieser speziellen Golfrunde heute entdecken, um in Ihrem Führungsverhalten weiterzukommen?“ Mit dieser Frage beginnt das Coachinggespräch auf dem Golfplatz. Der Klient antwortet: „Mich beschäftigt die Frage, wie ich meinen Mitarbeitenden mehr Freiraum gewähren kann, damit diese kreativ und selbstständig arbeiten können, ohne dass ich mich ständig einmische.“ Coach und Klient besprechen die Ziele, während sie gemütlich zum ersten Abschlag wandern. Dort angekommen, wird die Strategie besprochen. Die gewünschte Bahn des Balls wird visualisiert. Auf die Frage nach dem idealen Aufschlagsort folgt die für eine Führungsperson eher überraschende Antwort: „Irgendwo auf dem Green.“
Taktik und Perspektivenwechsel Nun bereitet sich der Klient vor, konzentriert simuliert er zwei Abschläge. Dann setzt er den Ball und katapultiert diesen mit einem schön runden, harmonischen Schwung ins Green. Besonders beeindruckend ist die Konzentration, mit der er den Schwung zu Ende bringt, bevor er seine Körperhaltung verändert, um dem Ball nachzuschauen. Sofort fragt der Coach nach: „Können Sie mir sagen, worauf bei diesem Abschlag Ihre Aufmerksamkeit gerichtet war?“ Diese Frage kann der Klient lange nicht beantworten. Nach einigem Herumrätseln fällt ihm auf, dass das eine zentrale Frage ist. Der Klient peilt zielsicher seinen Ball an, obwohl er normalerweise seine Bälle lange und intensiv suchen muss. Gemeinsam gehen Coach und Klient der Ursache dafür auf den Grund. Nach längerem Überlegen begreift der Klient, dass seine Aufmerksamkeit ganz allein beim Schwung des Schlages lag. „Erst als der Schwung fertig war, habe ich auch den Kopf gehoben und dem Ball nachgeschaut. Und habe genau gesehen, wo er aufgeprallt ist“, führt er aus und stellt fest: „Es gibt es eine Zeit des Golf-Spiels und eine Zeit des Nach-Schauens.“ Der Coach beginnt, die neuen Erkenntnisse in die Führung zu übertragen: „Sehen Sie da einen Zusammenhang dazu, wie Sie Ihren Mitarbeitenden mehr Freiraum für kreatives, selbstständiges Arbeiten lassen können?“ Nach längerem Überlegen findet der Klient die für ihn goldrichtige Antwort: „Es gibt eine Zeit der Auftragserteilung und des Arbeitenlassens – Ja, genau LASSEN! Und es gibt eine Zeit der Kontrolle, der Kurskorrektur!“ – „Haben Sie Ihr heutiges Ziel damit erreicht?“, hakt der Coach nach. „Ja, wunderbar! Ich habe alles herausgefunden, was ich wissen wollte.“
Zur Autorin Romi Staub ist Inhaberin von ROMI STAUB COACHING und hat sich auf die Unterstützung von Führungskräften, Teams, Lehrpersonen sowie Pflegefachleuten in anspruchsvollen Prozessen spezialisiert. Sie hat zahlreiche Fachberichte zum Thema Coaching veröffentlicht. Unter anderem das HRM-Dossier „Coaching – und Veränderungen gehen viel einfacher“, SPEKTRAmedia, Zürich, ISBN 3-908244-30-7. Literatur zum Thema “The Inner Game of Golf“, Gallwey, W. Tim, Englisch. Verlag Random House, ISBN 0-679-45760-7. „Zen-Golf“, Parent, Joseph, Verlag Goldmann, ISBN 3-442-33730-5. „Drive. Die Golf- Strategie für Manager. Was Führungskräfte von Golfern lernen können“, Manfred Schwarz, Jürgen Wulfestieg, Verlag Eichborn, ISBN 3-8218-5571-1.
lesen Sie mehr: http://www.golfsportmagazin.de/magazin/artikel.php?artikel=373.
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